Vom roten Flitzer bis zur monströsen Klatsche

Aufmerksame Besucher dieser Seite wissen, dass im Jahre 1955 schon einmal ein Sputnik durch das kleine Dörlinbach schwirrte. Nachzulesen unter dem Blog-Beitrag „Sputnik im Weltall und in Dörlinbach“. 42 Jahre später gab es erneut um die Fasnachtszeit eine „Sensation“. Ein knallroter Ferrari machte Dörlinbachs Straßen unsicher. Der Formel-1-Renner kam jedoch nicht aus Maranello. Und das etwas kurios gekleidete Ferrari-Team hielt den Boxen-Stop nicht an einer Rennstrecke, sondern in der Turn- und Festhalle ab.

Ferrari in Dörlinbach

Dahinter verbarg sich nämlich ein genialer Einfall von Franz Eble und Rainer Stölker. Die beiden gebürtigen Reichenbacher prägten über viele Jahre hinweg die Bremsdorfer Fasent mit ihren originellen Ideen, die sie mit Vorliebe am „Fasentssundig“ beim Umzug durch den Ort umsetzten. Und so kam es, dass die beiden im Februar 1997 mit ihrem nachgebauten Formel-1-Boliden Aufmerksamkeit beim Dörlinbacher Narrenvolk erweckten. Der rote Flitzer war natürlich an jenem Umzugssonntag der Hingucker schlechthin. Sogar der richtige Sound durfte nicht fehlen, wenn auch dieser vom Band kam.

Der Bremmedatscher
Ferrari in Dörlinbach

Franz und Rainer werkelten übrigens zwei Jahre später ein anderes, viel viel wichtigeres Utensil für die „Bremme-Fasent“ zusammen, das den „Bremme“ über 16 Jahre hinweg buchstäblich Beine machen sollte. Sie schufen für die Einzelfigur der Bremsdorfer Narrenzunft, dem „Bremmedatscher“ eine überdimensionale „Fliegenklatsche“, welche in diesem Fall allerdings eine „Bremmeklatsche“ war. Deren Format übertraf selbst herkömmliche XXL-Fliegenklatschen bei Weitem. Zudem war der „Datscher“ für den „Datscher“ überaus robust. Trotz gelegentlicher Blessuren hielt das von Franz und Rainer geschaffene Gerät alle 16. Kampagnen durch.

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