Zebrastreifen kam erst im Jahre 2012

 

 

Jene weiße Streifen, die einen Fußgängerüberweg markieren, werden oftmals richtig erstritten und wenn sie dann da sind, kaum genutzt. Im Volksmund besser bekannt als Zebrastreifen. Fälschlicherweise denken viele, dass der Name von jenem afrikanischen Steppentier mit den gestreiften weißen Streifen kommt. Die Fellmaserung des Zebras hat allerdings überhaupt nichts damit zu tun. Sondern ausschließlich mit einer Aktion, die die Hamburger Polizei gemeinsam mit einer Zeitung im April 1954 ins Leben rief.

Schon 1995 wurde für einen Fußgängerüberweg gekämpft. Damals sollte die Querung in der Ortsmitte kommen. 2012 erst kamen die weißen Streifen erst auf den Asphalt, allerdings nahe der Brücke zur Herrenmatt.

Die Aktion hieß „Zebra“. Damit war jedoch nicht das Steppentier gemeint. „Zebra“ war eine Abkürzung für eine Plakette, die alle jene Autofahrerinnen und Autofahrer erhielten, die an Fußgängerüberwegen auch wirklich anhalten. Die Abkürzung „Zebra“ stand für „Zeichen eines besonders rücksichtsvollen Autofahrers“. Damals war es nämlich noch keine Vorschrift, an einem Fußgängerüberweg, die fortan „Zebrastreifen“ genannt wurden, Halt zu machen.

Schon 1995 wurde für einen Fußgängerüberweg gekämpft. Damals sollte die Querung in der Ortsmitte kommen. 2012 erst kamen die weißen Streifen erst auf den Asphalt, allerdings nahe der Brücke zur Herrenmatt.
Schon 1995 wurde für einen Fußgängerüberweg gekämpft. Damals sollte die Querung in der Ortsmitte kommen. 2012 erst kamen die weißen Streifen erst auf den Asphalt, allerdings nahe der Brücke zur Herrenmatt.

Die ersten Streifen wurden übrigens in den 1950er-Jahren in München auf die Straße gepinselt. Bis der erste Zebrastreifen in Dörlinbach aufgemalt werden konnte, sollten allerdings noch viele Jahre vergehen.Solche Fußgängerüberwege waren erst einmal  den Städten vorbehhalten. Erst Mitte der 1990er-Jahren machten hier im Ort Bürgerinnen und Bürger so richthig Druck auf die Gemeinde und die zuständige Staßenbehörde. Ud es solte nivht nur ein Zebrastreifen in den Ort, sondern gleih eine Fußgängerampel. Im November 1995 spraachen sich 135 Bürgerinnen und Bürger von Dörlinbach in einer Unterschriftenaktion dafür aus, im Bereich zwischcen den Gasthäusern „Zum Engel“ und „Zum Löwen“ eben eine solche Fußgängerampel anzubringen. Zur Begründung führten damalas die Unterzeichner in Ihrem Auftrag an, dassder immer stärker zunehmende Verkehr die steigende Zahl von Kindergarrten- und Schulkindern gefährde, die täglich die Landstraße überqueren müssen.

1996 erster Antrag gestellt

Ähnliche Anträge waren übrigens zuvor in den Ortsteilen Schuttertal und Schweighausen abgelehnt worden. Dennoch gab es für das Dörlinbacher Ansinnen Unterstützung von der Gemeinde Schuttertal. Der Gemeinderat beschloss Anfang November des gleichen Jahres einstimmig, das Thema im Rahmen einer Verkehrsschau mit der Straßenverkehrsbehörde zu erörtern. Schließlich hatten es kurz zuvor die Wittelbacher Bürgerinnen und Bürger mit einem solchen Ansinnen geschafft, dort wurde ein Zebrastreifen genehmigt. Der damalige Schuttertäler Bürgermeister Bernhard Himmelsbach stellte jedenfalls einen entsprechenden Antrag an das Landratsamt für das Begehren aus Dörlinbach. Aus der Ratsrunde kam zugleich die Anregung, im Falle einer Ablehnung des Antrags bei der Verkehrsschau die Möglichkeit einer Überquerungshilfe im Bereich der Turn- und Festhalle zu prüfen. Nach Antragsstellung zu Beginn des Jahres 1996 fand im März des gleichen Jahres eine Verkehrsschau statt. Die Verantwortlichen des Landratsamts sahen sich damals die Situation in der Dorfmitte und auch bei der Herrenmatt-Brücke an. Somit war auch die Anregung des damaligen Gemeinderats Josef Busam, im Bereich der Halle einen Zebrastreifen zu installieren, auch für die Straßenbehörde eine Option.

Im November 1996 kam es schließlich zu einer Verkehrszählung durch das Straßenbauamts. Und die sprach letztlich gegen das Ansinnen aus Dörlinbach. In den Spitzenverkehrszeiten von 7.30 bis 8.30 Uhr und von 16.30 bis 17.30 Uhr waren 280 beziehungsweise 240 Menschen mit ihren Autos unterwegs. Bei dieser Zählung wurde auch dokumentiert, dass zwischen 11.30 und 13.30 Uhr 77 Fußgängerinnen und Fußgänger die Straße überquerten, darunter waren 69 Schülerinnen und Schüler. Für die Straßenbehörde waren diese Zahlen seinerzeit zu wenig, um einen Zebrastreifen zu befürworten. Sie vertraten damals die Auffassung, dass in Spitzenverkehrszeiten mindestens 300 Autofahrerinnen und Autofahrer mit ihren Wagen unterwegs sein müssen. Zudem müssten mindestens 100 Fußgängerinnen und Fußgänger die Straße überqueren. Entsprechend diesen Vorgaben kam im Januar 1997 die Ablehnung des zuständigen Straßenbauamts.

Und so konnte die Gemeinde Schuttertal für Dörlinbach keinen Erfolg wie Seelbach damals für Wittelbach erzielen. Die sechs weißen Streifen auf dem Asphalt sollten noch lange auf sich warten lassen. Die Dörlinbacher Initiative wurde erst einmal auf Eis gelegt. Im Jahre 2012 machte sich erneut eine Elterninitiative für einen Fußgängerüberweg stark. Erneut kam es zu einer Verkehrsschau. Dabei ging es lediglich noch um einen Zebrastreifen nahe der Herrenmatt-Brücke. Und tatsächlich sah bei der Verkehrsschau 2012 die Straßenverkehrsbehörde den Standort südlich der Brückenzufahrt zur Turn- und Festhalle nicht nur als ideal für eine sichere Überquerung für Fußgängerinnen und Fußgänger an. Sondern akzeptierte auch die Argumente, dass gegenüber sich Pfarrsaal und Pfarrhaus befinden und insbesondere, dass die Schülerinnen und Schüler der nahen Grundschule dort immer die Straße queren mussten, um in die Halle zu zum Schulsport kommen. Im Juni des gleichen Jahres konnte die Gemeinde endlich in die Planung der baulichen Veränderungen gehen. Und noch im gleichen Jahr konnten die sechs Streifen auf die Fahrbahn aufgebracht werden.

Fußgängerüberweg nutzen nicht alle

Nun sind sie da, die langersehnten und erkämpften Streifen – seit einem Jahrzehnt. Aber so manches Problem bleibt. Das bezieht sich aber nicht nur auf den fließenden Verkehr, dass so mancher Autofahrer beziehungsweise so manche Autofahrerin zu schnell und zu unachtsam sich dem Zebrastreifen nähert. Sondern auf die Bürgerinnen und Bürger, für die eigentlich der Fußgängerüberweg geschaffen wurde. So kann man tagtäglich beobachten, dass vor allem Bürgerinnen und Bürger, die in der Herrenmatt und in der Blumenstraße wohnen und ins Dorf wollen, nur sehr selten den kleinen Schwenk zur Querung hin machen und meist direkt an der Brücke versuchen über die Straße zu laufen. Gleiches gilt auch für jene, die vom Dorf kommen und zur Herrenmatt oder zur Halle wollen. Dies führt ein ums andere Mal auch zu kritischen Situationen, insbesondere wenn es sich dabei um ältere Menschen handelt, die teils auch noch gehbehindert sind oder zumindest nicht zügig über die Straße laufen können.

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