Engagement für Freizeitanlagen

Die Mitte der 1960er-Jahre positive Entwicklung im Fremdenverkehr führte im Jahre 1966 zu Gründung eines Verkehrsvereins. Es war der einhellige Wunsch von Gemeindeverwaltung, Gastwirten und privaten Zimmervermietern vorausgegangen, einen solchen Verein zur Förderung des Tourismus zu gründen. Am 24. April 1966 wurde das Vorhaben in die Tat umgesetzt. Aus formellen Gründen konnte jedoch erst am 16. Mai des gleichen Jahres Joseph Hupfer aus der Ruhl zum ersten Vorsitzenden gewählt werden.

Verkehrsverein

Gleich im ersten Jahr wurde eine Kuranlage am südlichen Ortseingang angelegt. Prunkstück der Anlage war ein Nierenbrunnen (vielmehr bekannt alls Springbrunnen). Dieser war zugleich die erste größere Anlage mit fließendem Wasser im Ort. Mit den Jahren kamen immer mehr Brunnenanlagen hinzu, weshalb der Ort auch heute gerne „Brunnendorf“ genannt wird.

Verkehrsverein
Verkehrsverein

Verändert hat sich in den Folgejahren durch die Initiative des Vereins auch immer wieder die Kuranlage mit dem Springbrunnen. Bereits ein Jahr später wurden dort auch bäuerliche Arbeitsgeräte aus dem 18. Jahrhundert aufgestellt.

Im Jahre 1968 konnte in der Ruhl eine Wassertretbad-Anlage in Betrieb genommen werden. Ein Jahr später erhielt die Gemeinde das Prädikat „Erholungsort“, was sicherlich auch dem Engagement des Vereins geschuldet war. Im Jahr 1972 wechselte erstmals der Vorsitz. Josef Busam wurde zum neuen Vorsitzenden gewählt. Im gleichen Jahr erwarb man von der Stadt Lahr eine Miniaturgolfanlage. Diese konnte noch im gleichen Jahr auf dem Gelände oberhalb des Springbrunnens eröffnet werden. Im Jahre 1975 wurde mit dem Klosterhofbrunnen eine weitere Anlage beim Sandplatz eingerichtet. Und im Jahre 1978 folgte der Brunnen an der Alten Schule. Im Folgejahr visierte der Verein erneut ein größeres Projekt an. Eine Freizeitanlage im Prinschbach. Im Mittelpunkt die Prinschbachhütte, deren Richtfest im Herbst 1979 gefeiert werden konnte. Natürlich durfte auch dort der Brunnen nicht fehlen, der allerdings erst im Frühjahr 1994 aufgestellt werden konnte. Zuvor kam erst einmal auf der Herrenmatt im Jahr 1984 der Vier-Jahres-Zeiten-Brunnen hinzu.

Aus der Minigolfanlage wurde 2011 eine Pit-Pat-Anlage. Das ist ein Mix aus Minigolf und Billard. Da existierte allerdings der Verkehrsverein in seiner ursprünglichen Form nicht mehr. Denn aus dem Verkehrsverein Dörlinbach wurde im Jahre 2000 zunächst der Heimat- und Touristikverein, an dessen Spitze zunächst weiter Josef Busam stand, der bis zur Umstrukturierung den Verein nachhaltig geprägt hatte. Unter anderem auch im Jahre 2003. Der neu firmierte Verein hatte beim Zieglerhof ein neues Brunnen-Projekt umgesetzt, das sich letztlich als zeitraubend und nervenaufreibend entpuppte. Nach zwei misslungenen Anläufen steht seit August 2003 die alte Zieglerhofbäuerin (in Bronze gegossen) am Buchbrunnen und „leert“ dort ihren Eimer. Das erste Mal fand sie als Sandsteinfigur bereits im Jahre 1996 dort ihren Platz.

Im Jahre 2005 Busam den Vorsitz an Walter Billharz ab. Billharz sollte zugleich der letzte Vorsitzende sein. Denn der Verein ging im Februar 2008 letztlich in dem Zusammenschluss mit den Gewerbetreibenden auf. Der neu kreierte Verein nannte sich nun Gewerbe- und Touristikverein Schuttertal, kurz GUT genannt. Der damalige Bürgermeister und bis dato einzige Vorsitzende Carsten Gabbert schlug im Juni 2014 dessen Auflösung vor. Diese wurde dann auch vollzogen. Somit existieren auch beide Nachfolgevereine nicht mehr.

Tafeln am Ortseingang

Sichtlich stolz war man im Verkehrsverein, als im Jahre 1985 am nördlichen Ortseingang eine kunstvoll gestaltete Orientierungstafel an der Landstraße 102, der Ortsdurchgangsstraße, angebracht werden konnte. Sie verwies Besucher und Durchreisende darauf, dass sie sich nun im Erholungsort Dörlinbach befinden.

Zehn Jahre später kam ein neues Merkmal hinzu mit initiiert von der Dörlinbacher Vereinsgemeinschaft. Nicht nur am nördlichen, sondern auch am südlichen Ortseingang wurde eine Begrüßungstafel aufgestellt. Ebenso kunstvoll und mit einem kleinen Dach aus rotem Ziegelstein. Auf der einen Seite mit dem Wappen der ehemals selbstständigen Gemeinde Dörlinbach, eingebettet in ein Bild der Dorfkirche und dem Vierjahreszeiten-Brunnen und des Klosterhofbrunnens. Auf der anderen Seite das Wappen der Gemeinde Schuttertal, zu der Dörlinbach heute gehört. Das neben der Kirche nicht andere markante Gebäude in den Fokus des linken Bildes rücken hat eine besondere Bewandtnis. Denn auf der Such nach einem passenden Namen für das Dorf, kam man damals auf „Brunnendorf“. Den Weg dazu ebnete zweifelsohne der Verkehrsverein, der in den zurückliegenden Jahrzehnten gleich mehrere öffentliche Brunnenanlagen schuf. Zudem animierte dies auch etliche Bürgerinnen und Bürger dazu, auf ihrem Grund und Boden ebenfalls einen Brunnen zu installieren. So heißt es nun seither: Willkommen im Brunnendorf Dörlinbach.

Die öffentlichen Brunnenanlagen

Nierenbrunnen (Springbrunnen) im Kurpark – errichtet 1966

Klosterhofbrunnen auf dem Sandplatz – errichtet 1975

Sandsteinbrunnen an der Alten Schule – errichtet 1978

Vier-Jahreszeiten-Brunnen bei der Festhalle – errichtet 1984

Sandsteinbrunnen bei der Prinschbachhütte – errichtet 1994

Buchbrunnen beim Zieglerhof – errichtet 1996

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